THOMASIUS GÄRTNER

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25 Jahre Gärtner-Duo

2 konzertante Violoncelli

1985-2010

VIOLONCELLIST

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www.myspace.com/thomasiusgaertner

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CD Gärtner-Duo blau
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klassisch

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barock

 

Thomasius Gärtner
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Koblenzer Rheinzeitung August 2002

Thomasius Gärtner: Violoncello und
Kreiskantor Thomas Schmidt: Orgel

Kantor bot musikalische Delikatessen

Sommerliches Orgelkonzert in der Neuwieder Marktkirche -
Zugaben fielen heiter aus der Rolle

NEUWIED. Mit den traditionellen sommerlichen Orgelkonzert - Zyklen bietet Kreiskantor Thomas Schmidt immer neue und interessante musikalische Delikatessen. Das zweite Konzert der diesjährigen Reihe widmete sich dem Zusammenspiel von Orgel und Violoncello.

Thomasius Gärtner, ein namhafter Violoncello - Virtuose, und Thomas Schmidt an der Kleuker - Orgel boten ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm. Unverkennbar, dass eine exzellente Vorbereitung vorausgegangen war. Sehr einfühlsam zurückhaltend, aber akzentuiert agierte Schmidt an der Orgel, so dass die vollen, weichen Klangfarben des Violoncello ganz zur Geltung kommen konnten.

Eröffnet wurde das Konzert mit einem Werk des Hochbarock von Georg Friedrich Händel, die viersätzige Sonate C - Dur für Violoncello und Organo concertato, perlend wie eine Wasserquelle und leichtfüßig, wie Tanzschritte anmutend. Die nächsten drei Kompositionen erwiesen sich als ausgesprochen schön in den Bearbeitungen für Orgel und Violoncello: Gabriel Faurés "Après un rève" ("Nach einem Traum") ist eines seiner vielen Lieder feinsinniger Poesie und ausdrucksstarker Gefühle. Als "pianistische Miniaturen" komponiert, haben die "Lieder ohne Worte" Felix Mendelssohn - Bartholdy einst bekannt gemacht; eines dieser kleinen zauberhaften, die Phantasie anregenden Lieder, die er angeblich "für die Damen" schrieb, konnte das Publikum an diesem Abend genießen.

Das besonders meisterhafte Stück von Camille Saint - Saens mit fast meditativem Charakter, "Der Schwan" aus "Karneval der Tiere", hob vorzüglich das sensible Zusammenspiel der beiden Instrumente hervor. Johann Sebastian Bachs Suite Nr. 2 d-Moll für Violoncello gab nun auch die Gelegenheit, Thomasius Gärtner als Instrumentalsolist zu hören. Die Komposition (von fast zwanzig Minuten Dauer), bestehend aus Prelude, Allemande, Courante, Sarabande, Menuett I + II und Gigue, hatte Bach wohl für die hervorragenden Solisten der Hofkapelle in Köthen gedacht und ist ein wunderbares Beispiel der verhaltenen Suggestionskraft Bachs, von Gärtner gefühlvoll und angenehm raumfüllend ausmusiziert.

So manche Person aus der Zuhörerschaft wird im ersten Augenblick erschrocken sein, als plötzlich stimmgewaltig die Kleuker - Orgel solistisch zum Einsatz kam. "Aus tiefer Not schrei ich zu dir", Mendelssohns zweisätzige Sonate Nr. 3 A-Dur, aus der Reihe der 1844/45 entstandenen sechs Orgelsonaten, klang majestätisch und sehr orchestral anmutend durch die Marktkirche und zeugte eindeutig vom Geist ihres Schöpfers.

Dann wurde es mit Antonio Vivaldis spätbarocker Sonate Nr. 1 B - Dur für Violoncello und Basso continuo wieder ruhiger, malerisch gar und besinnlich. Ein bekanntes Werk des Venezianers Tomaso Albinoni, das sich bis in unsere Zeit besonderer Wertschätzung erfreut, sollte den Abschluss dieses Abends bilden: das Adagio g-moll (Bearbeitung für Violoncello und Orgel von Vilmos Lesko), noch einmal ein empfindsames, hingebungsvolles Klangwerk. Mit zwei Zugaben, die beschwingt und heiter aus der Rolle fielen, Melodien aus Charlie Chaplins Stummfilmen, wurde ein begeistertes Publikum entlassen.

Susanne Isaak-Mans

 

 

Gärtner-Duo bringt Gäste zum Singen

Weihnachtskonzert in der Kreissparkasse Ludwigsburg

Lassen Sie sich jetzt von den Sprachkünsten und der Musik verzaubern. Die Aufforderung des Vorstandsvorsitzenden, Dr. Heinz - Werner Schulte galt 1000 Gästen, die zum Weihnachtskonzert der Kreissparkasse ins KSK - Kulturforum gekommen waren.

Besinnlichen Kontrapunkt zur Hektik gesetzt

Mit dieser Veranstaltung, so Schulte, sollte in der oft hektischen Vorweihnachtszeit ein besinnlich feierlicher Kontrapunkt gesetzt werden. Dafür sorgten das Gärtner - Duo und der Rezitator Walter Schauss. Letzterer, der über ein Repertoire von über 100 Titeln im freien Vertrag verfügt, geleitete das Publikum über Erzählungen und Gedichte von Storm, Andersen und Eichendorffs berühmtes ”Markt und Straßen steh'n verlassen" bis hin zur Weihnachtsgeschichte von Anna Schieber.

Die Violoncellisten Thomasius und Bernhard - Michael Gärtner indessen lernte man von einer ganz neuen Seite kennen. In freiem Spiel intonierten sie bekannte Weihnachtslieder mit der Ermunterung ans Publikum, nach der instrumentalen Einleitung mitzusingen.

Zuhörer singen bei Weihnachtsliedern begeistert mit

So sang im großen Saal und auf den Emporen der KSK - Zentrale am Schillerplatz ein großer Weihnachtschor der 1000 Stimmen, über den selbst ein Gotthilf Fischer gestaunt hätte. Und daraus wurde ein weit ausgreifendes Konzert, denn die Gärtner - Brüder hatten etliche weithin unbekannte Liedstrophen aus der Versenkung geholt.
Zwischen ”in dulci jubilo" und “Vom Himmel hoch" musizierte das Violoncello - Duo ein anregendes Programm mit Suiten, Sonaten und Duo - Werken von dem Mozart - Zeitgenossen Jakob Klein. Tommaso Giordani, Wolfgang Amadeus Mozart und Jaques Offenbach.
Spannkraft und Originalität im Vortrag der beiden Intendanten vom “Musikfestival der seltenen Besetzungen" hatten ihr adäquates literarisches Pendant in den variablen Interpretationskünsten von Walter Schauss.

Erhard Röder
Ludwigsburger Kreiszeitung
Donnerstag, 18. Dezember 2003

 

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